2| 2019 ~ 2020

Woche 1


Begrüßungsrunde im Klassenzimmer

Heute startete die neue Projektrunde mit der Klasse 4d der Heinrich-Seidel-Grundschule aus dem Brunnenviertel. Wir haben unsere Namen mit einer Bewegung oder Geste verbunden, so dass man sich unsere Namen besser merken kann.
Anschließend haben wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt und mussten uns nach Größe, Geschwisterzahl und Hausnummer sortieren. Das klappt natürlich nur, wenn man im Team zusammen arbeitet.

Nach ein paar Klatsch- und die Konzentration fördernden Spielen wurden wir in drei Gruppen aufgeteilt.

Jede Gruppe besuchte im Anschluss nacheinander folgende Stationen: das Quiz bei Gina, den Steckbrief bei Elena und Fotos machen bei Sulamith.

kleiner Drucker druckt Foto aus

Nun sind wir schon auf die kommende Woche gespannt!


Woche 2


Nach ein paar Aufwärmspielchen lernen wir heute kennen, wie man mit den Aufnahmegeräten umgeht und wie man ein Interview führt.

Dazu muss man einige Regeln beachten: Man darf nicht in das Mikrofon hineinschreien, man sollte es ungefähr mit einem Abstand von einer Faust an den Mund halten. Immer gut ist es, in ganzen Sätzen zu fragen und auch zu antworten. Der Plopschutz dient dazu, dass man Buchstaben nicht so im Ohr knallen.

Nachdem wir in kleinen Gruppen im Klassenraum geübt haben, gehen wir auf Jagd nach Interviewpartnern im Schulgebäude. Wir fragen in der Bibliothek, im Sekretariat, in der Bibliothek, im Freizeitbereich und in der Küche Erwachsene, die uns dort begegnen. In der nächsten Woche werden wir uns einige aufgenommene Beispiele anhören.


Woche 3


Heute konnten wir in unsere ersten Interviewübungen reinhören und staunen. Ganz schön komisch, seine eigene Stimme zu hören!

Anschließend teilten wir uns wieder in Gruppen auf.
Ein Teil von uns würde ins QM – dem Quartiersmanagement gehen und dort jemanden interviewen. Die anderen befragten Leute auf der Straße, was sie zur Millionenbrücke und zum Brunnenviertel wissen.

Vom QM brachten wir auch Kiezpläne für die gesamte Klasse mit. Darauf ist unser Viertel abgebildet. Das ist spannend.

Die andere Gruppe übte auf dem Schulhof mit den Kameras Fotos zu machen. Wir sprangen in die Höhe, schaukelten, ließen unsere Haare im Wind wehen, versteckten uns und probierten Effekte aus.


Woche 4


Treffpunkt ist heute die Robbe vor der Schule. Dann ziehen wir gleich los, entlang der Swinemünder Straße. Wir gehen zum OPZ, dem Olaf-Palme-Kinder- und Jugendzentrum. Dort wartet auch schon Jochen, der Leiter auf uns. Und wir haben jede Menge Fragen an ihn.

Als uns nichts mehr einfällt, zeigt uns Jochen das Haus mit seinen verschiedenen Räumen und erzählt uns, was man da so machen kann.

Witzig sind die Spiegelwände, vor denen man Tanzübungen machen kann. Wir machen aber mehr Faxen. Wir bekommen noch den Tanzraum zu sehen, den Computerraum der Medien-AG, die Küche und den Kunstraum sowie die Kiezwerkstatt. Alles dürfen die Kinder hier ab 8 Jahren am Nachmittag nach der Schule und am Samstag nutzen.

Während ein Teil von uns mit Gina Theaterübungen macht, sind die anderen draußen im Garten und probieren die Kameras aus.

Kinder hören zu

Am Ende der Zeit treffen wir die andere Gruppe wieder, die zuerst Straßeninterviews gemacht hat und sich dann auch von Jochen hat durch’s Jugendzentrum führen lassen. Nun knurrt uns der Magen, es ist schließlich auch schon mittags, und wir eilen zurück zur Schule zum Essen.


Woche 5


Schnitzeljagd im Humboldthain!
Bereits in der Schule teilen wir uns in zwei Gruppen auf.
Wir werden unsere Rallye in entgegengesetzter Richtung bestreiten.
Die grüne Gruppe – sie heißt nur so, weil sie grüne Umschläge finden muss; die anderen die gelben – startet beim Sportplatz. Dort ist der erste Umschlag für uns versteckt.

Wir sollen zum Humboldthain gehen und eine Infotafel finden und dort von der Gruppe davor ein Foto machen. Wir haben Glück, dass die Sonne scheint und eilen dem Park entgegen.

Auf der Tafel finden wir sehr alte Fotos vom Park. Und unsere nächste Aufgabe müssen wir auch suchen.

Nun müssen wir den Gedenkstein von Alexander von Humboldt finden. Der soll sich am Rande der großen Wiese befinden.

Bei der Gedenktafel müssen wir Fragen beantworten. Wer war eigentlich dieser Humboldt? Und warum wurde der Park nach ihm benannt? Nachdem wir nun schlauer geworden sind, werden wir zum Wasserlauf geschickt. Den gab es noch nicht immer hier, sondern wurde künstlich angelegt. Das sieht schön aus und die Tiere des Parks haben Wasser zum trinken.

Hier hat sich der nächste Umschlag versteckt. Es geht auf zum Spielplatz. Wir rennen über die Wiese und lesen uns die Aufgabe durch, die wir hier auf dem Spielplatz machen sollen: Wie viele Kinder schaffen es zur gleichen Zeit auf einer Schaukel zu sitzen oder zu stehen? Auch davon sollen wir ein Foto machen. Da ziemlich viele Kinder hier sind, müssen wir erstmal warten, bis eine Schaukel für uns frei wird.

Wir machen dann einmal eine Mädchen-Schaukel-Akrobatengruppe und danach eine Jungen-Schaukel-Aktion. Zum Glück ist die Schaukel nicht gerissen!

Auch bei der nächsten Aufgabe geht es um sportliche Geschicklichkeit.
Wir sollen eine bestimmte Strecke von Baum zu Baum im Dreibeinlauf absolvieren. Dazu muss man sich zu zweit zusammenfinden und die Beine in der Mitte – also das rechte Bein des einen und das linke Bein des anderen – mit einem Tuch zusammen binden. Dann hat man quasi zusammen nur drei Beine. Welches Paar ist zuerst am Zielbaum?

Weiter geht es anschließend zum Freibad. Also nur außen an den Zaun. Für’s Badengehen bleibt heute leider keine Zeit.
Wie lang ist die blaue Rutsche? Wie könnte man das rausfinden und einigermaßen richtig schätzen? Nach einigen Überlegungen und Diskussionen erfahren wir dir Lösung dazu.

Einmal um das Bad herum führt uns der Weg zur roten Brücke. Sie heißt Humboldtsteg. Wie schauen uns sie die Schienen an, die darunter durchführen. Und weil wir zufällig hier die gelbe Gruppe treffen, machen wir noch ein Klassenfoto auf der Brücke.

Danach müssen wir die Treppen zu den Flaktürmen auf der Humboldthöhe erklimmen. Und Stufen zählen! Dabei muss man sich ziemlich dolle konzentrieren.

Von oben haben wir eine tolle Aussicht über einen Teil von Berlin. Und wir sehen auch wieder den roten Steg, wo wir vor kurzem noch waren. Und die Schienen, Züge, den Bahnhof und viele, viele Wohnhäuser.

Nun sollen jeweils die Jungen und die Mädchen ein gemeinsames Bild malen, auf dem etwas von der Aussicht von hier oben zu sehen ist.
Das fällt vielen von uns schwer und wir würden lieber für uns alleine zeichnen.

Langsam drängt die Zeit und wir müssen noch unsere letzten beiden Aufgaben finden und erledigen.

Hinab geht es zum Rosengarten. Am Eingang studieren wir das Schild, auf dem steht, was erlaubt und was verboten ist im Rosengarten. Zum Beispiel muss den Hund an die Leine nehmen und Ball darf dort nicht spielen.

Wir suchen die Göttin Diana. Ups! Die ist ja nackt! So ist da eben bei Göttern. Zusammen mit ihren beiden Hunden geht sie auf Jagd.

Zwischen den Pflanzen hat sich ein kleines Geschenk versteckt. Und Pflanzen gibt es hier jede Menge, und stachelige Rosen. Dann lenkt uns auch noch eine Katze ab. Schließlich wir ein kleines grünes Beutelchen mit Edelsteinen in einem bewachsenen Torbogen.

Darin sind Edelsteine! Jeder bekommt einen. Nun sind wir reich 🙂

Auf dem Rückweg zur Schule kommen wir noch an den Überresten einer Kirche vorbei. Leider können wir nur einen kurzen Blick darauf werfen. Das müssen wir uns ein anderes Mal noch etwas genauer anschauen.


Woche 6


Für heute war eigentlich ein Ausflug geplant, doch leider spielt das Wetter nicht mit. So bleiben wir also in der Schule.
Erstmal hören wir uns Interviews von den letzten Malen an.

sw-Foto: Junge in sich gekehrt

Dann schauen wir uns endlich mal die Kiezpläne an, die wir vom QM bekommen haben. Wir kleben uns farbige Punkte an die Stelle, wo die Schule ist, der Humboldthain, das OPZ und unser zu Hause. Einige von uns wohnen allerdings nicht im Brunnenviertel, sondern gehen hier nur zur Schule.

Nach so viel Konzentration wird es Zeit für ein kleines Spielchen
Wir freezen uns nach Begriffen, die uns Elena sagt, ein. Zum Beispiel: Blume, Mauer, Grenze, Trennung, Flucht, Krieg und Familie.

Wir wollen uns nun nämlich mit der „Berliner Mauer“ beschäftigen, die es nun seit 30 Jahren nicht mehr gibt. Dafür teilen wir uns in zwei Gruppen.

Wir überlegen uns, welche Worte uns zum Begriff „Mauer“ einfallen. Die kommen alle auf einen Zettel.

Zettel mit Begriffen zum Thema Mauer

Jetzt schauen wir uns noch genauer Bücher zur Berliner Mauer an. Wann wurde sie gebaut? Warum stand sie da eigentlich? Wie wäre es für uns, wenn heute noch die Mauer stehen würde?
Gegenseitig interviewen wir uns dazu.

Am Ende treffen wir die andere Gruppe wieder und machen einen Abschlusskreis. Heute sollen wir mit den Daumen bewerten, ob wie heute etwas dazu gelernt haben.

sw-Foto: Kinder