1| 2019


Erste Woche | Februar

Heute starteten wir unser Projekt mit der 4. Klasse der Heinrich-Seidel-Grundschule. Zu den 25 Kindern der Klasse waren noch 3 Kinder aus der 5. Klasse bei uns zu Besuch.

Nach dem „Blick-auffangen- und-weitergeben-Spiel“ haben wir uns alle in der großen Runde mit unserem Namen und einer Bewegung vorgestellt.
Anschließend haben wir einen 2-Gruppenwettkampf durchgeführt, bei dem sich jeder Gruppe nach bestimmten Kriterien in der richtigen Reihenfolge sortieren musste. Zum Beispiel nach der Größe, der Hausnummer oder dem Geburtstag.

Zum Schluss haben wir von uns Portraitfotos gemacht, die gleich an Ort und Stelle ausgedruckt wurden, so dass wir sie auf unsere Steckbriefe kleben konnten, die wir ausgefüllt haben.

Zweite Woche | Februar

Leider waren heute die zwei Klassenlehrerinnen krank und es fehlten auch drei Schüler. Trotzdem musste unser Ausflug heute nicht ausfallen, denn wir haben tatkräftigte Unterstützung von einem Lehrer und einer Erzieherin bekommen.

Nach unserer Aufwärmrunde, wurde die Klasse in vier Gruppen geteilt. Familie Meier, Leier, Geier und Jaber. 🙂

Nicole hat uns heute gezeigt, wie die Aufnahmegeräte funktionieren und wie man mit ihnen umgehen muss, damit sie nicht kaputt gehen und man gute Aufnahmen damit machen kann.

Dann durften wir sie in unseren Familien-Gruppe ausprobieren und uns einfache Fragen stellen

Anschließend haben wir uns noch Fragen überlegt, die wir Leute draußen auf der Straße und beim Quartiersmanagement stellen könnten.

Zwei Gruppen zusammen haben sich dann auf den Weg nach draußen gemacht. Die eine Gruppe ist durch den Kiez in der Nähe der Schule gestreift und hat versucht Leute zu finden, die Lust haben ein Interview zu machen. Das war schwieriger als gedacht, da sehr viele gar kein Deutsch verstanden haben. Sondern Dänisch, Französisch, Italienisch oder Englisch sprachen. Das waren Touristen, die sich die Gegend anschauten.

Die zweite Gruppe ist zum Stadtteilladen gegangen und hat viele Fragen an Frauke Witzler, die dort arbeitet, Fragen zum QM, zu ihrer Arbeit und zum Brunnenviertel gestellt. Wir konnten auch gleich Kiezpläne mitnehmen.

An der Swinemünderbrücke wollten wir den Passanten noch fragen zum Spitznamen der Brücke – Millionenbrücke – stellen. Doch bis auf ein Bauarbeiter war keiner bereit für eine Antwort, bzw. waren nicht sehr viele Leute zu dieser Zeit unterwegs.

Vor der Schule haben wir dann wieder die andere Gruppe getroffen und ein Gruppenfoto um die Robbe herum gemacht.

Dritte Woche | Februar

Heute steht Schnitzeljagd auf dem Plan. Also nicht auf dem Speiseplan….
Nachdem wir in die Audio-Aufnahmen von letzter Woche reingehört haben, bekommen wir alle einen faltbaren Kiezplan und Klebepunkte. Die dürfen wir nach und nach an die Orte kleben, die wir besucht haben. Dazu bekommen wir noch eine kleine Sammelmappe mit einem Heftchen.

Wir starten in den gleichen Gruppen wie beim letzten Mal. Und zwar machen die Gruppen die Jagd nach den Aufgaben entgegengesetzt.

Los geht es bei der Robbe vor der Schule. Dort sollen wir unseren ersten Briefumschlag finden, der jeweils eine Aufgabe für uns bereit hält. Die eine Gruppe muss gelbe Umschläge finden, die andere grüne.

Wir begeben uns auf die Suche nach blauen Pflanzkübeln auf der Swinemünder Straße, in die wir jeder eine Blumenzwiebel pflanzen dürfen.

In einem Hinterhof steht versteckt eine Kirche. Dort sollen wir 2 Minuten ganz, ganz still sein. Und lauschen. Alles was wir gehört haben, schreiben wir in unsere Hefte.

Beim Bewegungsparcour müssen wir unsere Geschicklichkeit unter Beweis stellen und ohne Zuhilfenahme unserer Hände die Strecke auf den wackeligen Elementen bewältigen. Das macht so viel Spaß, dass wir gleich ein zweites Mal üben.

Im Mauerpark treffen wir beim Regenbogenspielplatz die anderen Gruppe und machen gemeinsam eine Mitmachpantomime, die Gina uns vorführt. Und das bei strahlender Sonne!

Den Weg durch das Birkenwäldchen geht es im Dreibeinlauf. Das ist gar nicht so einfach. Es kommt auch gar nicht auf’s Tempo an, sondern auf den Rhythmus.

Dann geht es die große Treppe mit der rostigen Stahlwand runter, bzw. für die andere Gruppe hoch. Und wir gelangen zum Gleimtunnel. Der ist schon über 100 Jahre alt. Wir erfahren noch einiges mehr über den Brückentunnel. Hier verlief die Berliner Mauer; hier gab es schon so hohe Hochwasser, dass die geparkten Autos anfingen zu schwimmen und es wurden hier auch richtige Parties gemacht mit viel Musik

Im Tunnel sollen wir die Anzahl der Säulen schätzen. Jeder nennt eine Zahl. Danach zählen wir auf der einen Seite die Säulen und sollen dann überlegen, wie wir die Gesamtzahl herausbekommen können.

Foto: Sulamith Sallmann

Wir sollen nun ein Graffiti entdecken, auf dem „Brunnenviertel“ steht.

So kommen wir zur Gleimoase. Eine langgestreckte, kleine Naturinsel mitten auf der Gleimstraße. Wir zeichnen einen Umriss einer der dort aufgestellten Figuren in unser Heft.

Über einen coolen Spielplatz geht es über den neuen Bärbel-Bohley-Ring vorbei an vielen schicken neuen Wohnhäusern, die wie Hotels aussehen. Daneben entdecken wir eine Koppel für Pferde. Allerdings ist gerade kein Pferd zu sehen. Daneben ist eine Art Hof, wo verschiedene Kutschen parken.

Nun geht es zurück zur Schule, vorbei am Stadtteilladen.

Vierte Woche | März

Wir erinnern uns noch einmal zusammen, was wir am vergangenen Montag bei der Schnitzeljagd gesehen und erlebt haben und makieren diese Orte in unserem Kiezplan.

Für unseren heutige Ausflug stehen für die eine Gruppe das OPZ auf dem Plan und für die andere Gruppe ein Besuch beim HappyLab.

Foto: Kinder der Heinrich-Seidel-Grundschule

Jochen beantwortet uns viele Fragen zum Olof-Palme-Zentrum und zeigt uns die verschiedenen Räume. Am Ende machen wir noch ein paar Theaterspiele mit Elena.

Im HappyLab zeigt uns Henrike die verschiedenen Arbeitsplätze mit ihren Maschinen. Als Kind darf man leider nicht alleine daran arbeiten, sondern immer nur in Begleitung von Erwachsenen. Die meisten Geräte, wie Fräsen und 3D-Drucker benötigen eine Computersoftware zur Steuerung.

Wir bekommen auch etwas zu den RGB-Dioden bzw. LEDs erklärt.

Cool sind auch die 3D-Drucker, Roboterarme und das selbst gebastelte Computerspiel mit dem man auch Snake und Tetris spielen kann. Leider haben wir heute keine Zeit dafür.

Wir bekommen von einer Maschine Schlüsselanhänger mit unserem Namen darauf gefräst. Wow!

Wir lassen uns noch einiges erklären und zeigen, was man hier so machen kann. Doch dann müssen wir los, die andere Gruppe im OPZ abholen.

Das nächste Mal machen wir dann vielleicht solche Sachen:

Fünfte Woche | März

In der Schule legen wir eine Legende für unsere Kiezkarten an und beschriften unsere Pläne.

Dann müssen wir auch schon los zum OPZ und Happylab. Heute ist ja Gruppentausch.

Jochen steht uns wieder für Antworten zur Verfügung. Wir erfahren, dass man ab 8 Jahren alleine ins Olof-Palme-Zentrum kommen kann.

Und damit wir wissen, was man hier alles so machen kann, führt er uns durch’s Haus. Er zeigt uns die Ausstellungswand und den Kickertisch.

Wir gucken uns dann die Werkstatt an. Hier kann man töpfern und mit Holz arbeiten.

Dann zeigt er uns die Säle, die mit verschiebbaren Wänden vergrößert oder verkleinert werden können. Das ist praktisch für Theaterstücke und Veranstaltungen.

In der unteren Etage gibt es noch eine sehr große Küche und ein Kunstraum.
Da ein Freizeitzeitzentrum auch verwaltet werden muss, gibt es auch ein Büro im OPZ. Das befindet sich in der 2.Etage. Für Gehbehinderte gibt es einen Fahrstuhl, denn das Haus wurde barrierefrei erbaut.

Oben gibt es auch einen Computerraum, den die Jugendlichen unter Aufsicht zum Spielen und Arbeiten benutzen dürfen.

Der Kinderraum ist zum Spielen, Chillen, Musik hören da. Gerade findet hier eine Kunstaktion statt.

Nachdem uns Jochen, der Leiter des Hauses, im Turn- und Tanzraum unsere letzten Fragen beantwortet hat, kehr er zurück zu seiner Arbeit.

Yogamatten

Wir machen zum Abschluss noch ein paar Übungen und Spiel aus dem Theaterbereich mit Elena.

Beim Gruppenentscheidungsspiel geht es unentschieden für die Mädchen und Jungen aus.

Der andere Teil der Klasse wartet schon unten auf uns. Im strömenden Regen eilen wir zurück zur Schule.