1 | 2020


Woche 8


Manchmal muss man gar nicht in die Ferne schweifen, um einen schönen Ort zu finden. Wir haben nämlich einen tollen Schulgarten.

Wir beginnen wie beim letzten Mal mit einer Runde im Kreis, bei der wir nacheinander unseren Namen laut rufen, unsere Lieblingsfarbe nennen und den Stand unseres Energielevels verkünden.

Nach dieser kleinen Aufwärmung tragen wir zusammen, an welche Aktionen wir uns noch alles erinnern, die wir seit Januar in diesem Projekt gemacht haben. Da kommt doch einiges zusammen.

Nun folgt eine Improtheaterübung. Es geht darum, eine kleine Geschichte zu erzählen. Jedes Kind sagt einen Satz, der sich auf den vorherigen bezieht.

Die Wörter, die wir bei der Mauerparkrallye aus den 9 Anfangsbuchstaben M_A_U_E_R_P_A_R_K aufgeschrieben hatten, können wir nun heute aus zwei Tüten versteckt ziehen. Jede 2er Gruppe (Mädchen-Junge) hat nun zwei Begriffe, aus denen sie uns eine Geschichte ausdenken soll.

Anschließend lesen einige von uns ihre Geschichten vor – und manche sind sehr lustig und andere echt gruselig.
So geht es um eine Entführung und um einen Mord, einen apfelsafttrinkenden Jungen, der nach Afrika fliegt, um einen Affen, der ein Marmeladenbrot ist und seine Krümel nicht wegräumt noch einige interessante Ideen.

Zum Abschluss spielen wir noch tsi, tza, tzu. Heute klappt das rasante Reaktionsspiel schon viel besser. Alles eine Frage der Übung.


Woche 7


In der letzten Wochen haben wir so viel Zeit an den ersten Stationen unserer Schnitzeljad im Mauerpark verbracht, so dass wir gar nicht alle Aufgaben lösen konnten. Zum Glück ist heute wieder schönes Wetter und wir ziehen nochmal los in den Mauerpark. Hier wird es einem sowieso nicht so schnell langweilig, da es hier viel zu entdecken gibt. Heute fehlt auch niemand in unserer Klasse.

Zunächst machen wir als gemeinsame Gruppe einige lustigen Spiele draußen im Freien auf der grünen Wiese. Lachen ist ja gesund!

Zum Beispiel spielen wir Toaster. Das ist ein Reaktionsspiel, bei dem man witzige Gesten und Bewegungen machen. Wie ein geröstetes Toastbrot aus dem Toaster springen, sich wie das Innere einer Waschmaschine drehen, sich vom Scheinwerfer als Fernsehturm beleuchten oder als James Bond verehren lassen.

Während die gelbe Gruppe zur Graffitiwand geht und Fotos macht und dann in den Mauergärten Pflanzen zeichnet, hat die grüne Gruppe noch drei Aufgaben vom letzten Mal zu erledigen.

Am großen Steintisch sollen wir uns überlegen, wie man an solch einer Tafel sitzen kann. Wie piekfeine Damen und Herren, traurig und ernst wie bei einer Beerdigung oder einfach rummlümmeln wie bei einem Räubergelage und danach auf dem Tisch einschlafen.

Beim Spielplatz gibt es ein Klettergerüst, das aus vier großen Metallrohren besteht. Hier sollen wir in Windeseile durchkrauchen. Kommt man bei der obersten Röhre raus, sollte man keine Höhenangst haben.

Nun rennen wir noch zu den Prellböcken. Die stehen da noch aus der Vergangenheit, als der Mauerpark noch ein Güterbahnhof war. An ihnen wurden die Loks abgebremst. Wir bekommen eine Vorlage des Prellbocks und dürfen uns ein Fantasiefahrzeug ausdenken, welches dort steht und es aufmalen.

Da fängt es doch tatsächlich an zu regnen. Aber nur ein paar Tropfen. Das halten wir locker aus. Jedoch ist die Zeit für unseren Ausflug mal wieder um und wir beeilen uns den Rest der Gruppe, die schon auf dem Weg zur Schule sind, einzuholen.

Mädchen

Woche 6


Auch heute sind wir wieder draußen unterwegs und erkunden diesmal den Mauerpark. Nicole und Sulamith holen uns an der Schule ab und wir treffen am großen Steintisch Gina und Elena. In zwei Gruppen ziehen wir nun entgegen gesetzt los. Es gibt wie immer Aufgaben zu lösen. Folgen wir heute der grünen Gruppe:

Kinder im Park

Unsere erste Station ist der Mauergarten. Hier kann jeder der mag sich anmelden, vorbeikommen und sich ein Beet anlegen. Nadine, die auch im Vorstand des Vereins der MauergärtnerInnen ist, erwartet uns zwischen all dem Grün. Sie kann viel zum Gärtnern erzählen und wir haben auch viele Fragen an sie. Nächstes Jahr im Frühling wird es auch Bienenstöcke im Mauerpark geben. Bestimmt kommen wir mal wieder mit unseren Eltern hierher und zeigen ihnen die Beete.

Wir finden ein Kunstwerk im Mauergarten. Dieses Bild zeigt uns die nächste Station an und beschreibt, was wir dort machen sollen. Es geht weiter zum Birkenwäldchen. Dort wachsen die Bäume mit den weißen Rinden. In einer langen Reihe zu sechst, im Abstand von 1,50m halten wir uns an einem Seil fest und müssen eine bestimmte Strecke Slalom laufen.

Nun wollen wir ein Amphitheater finden. Also ein Theater kennen wir ja, aber was ist ein Amphi -Amphi-Amphitheater? Wir erfahren dass es sich dabei um ein sehr alte Theaterform handelt, bei der die Zuschauer im steinernen Halbkreis stufenaufwärts gesessen haben, um alles gut zu sehen und zu verstehen. So ein Ding gibt es auch im Mauerpark. Aber es nicht soooo alt.

Hier überkreuzen wir uns auch mit der anderen Hälfte unserer Klasse. Sie bekommen von Bernd etwas über den Mauerpark erzählt.
Doch wir klettern hoch zur Graffitiwand und schauen uns die neuesten Kunstwerke an. Und da wir ganz mutig sind, sprechen wir sogar einen Sprayer an.

Uns interessiert, warum sie hier sprayen, ob man das darf, wie teuer die Farben sind und ob man einfach über das Bild von jemand anderem sprühen darf. Da wir uns auch in Ruhe die Bilder an der Mauer anschauen wollen, schaffen wir nur noch eine Aufgabe. Zu der machen wir uns jetzt auf den Weg.

Große Blockbuchstaben sind da auf den Boden gemalt. Wir können „Mauerpark“ lesen. Unsere Aufgabe lautet an diesem Ort: ‚Findet zu jedem Buchstaben ein Wort‘. Uns fällt richtig viel dazu ein.

Doch leider rast die Zeit und wir hören auch schon unsere Mägen knurren. Schnell zurück zur anderen Gruppe und zum Essen in die Schule.


Woche 5


6 Monate sind vergangen, in denen kein weiterer Kurs stattfinden konnte. Ihr könnt euch bestimmt denken warum: Corona. Richtig.
Mittlerweile sind wir schon in der 5. Klasse.

Nun sind wir aber auf jeden Fall gespannt auf die heutige Schnitzeljagd im Humboldthain. Dabei geht es im Übrigen nicht darum, Fleischstücke zu jagen. Vielmehr muss man Papierschnipsel oder eben auch Papierschnitzel finden, auf denen Aufgaben oder Anweisungen stehen.

Wir starten in zwei Gruppen.

Die verschiedenen Stationen sind: der Rosengarten, die große Wiese im Park, die Aussichtsplattform oben auf dem Bunker. Wir entdecken kunstvolle Figuren, machen Geschicklichkeitsübungen und Eierlauf, wir zeichnen, wir suchen „Edelsteine“ und erfahren etwas über den Namensgeber des Parks: Alexander von Humboldt.

Das ist so spannend, dass wir gar nicht zur Schule zurück wollen. Obwohl, einigen von knurrt doch schon der Magen.


Woche 4


Bei leichtem Regen starten wir durch den Humboldthain, um zu den Gerichtshöfen zu gehen. Die heißen so, weil sie an der Gerichtsstraße liegen. Dort sind ganz viele Ateliers, also Werkstätten und Arbeitsräume von Künstlern untergebracht.
Wie besuchen heute zwei Künstlerinnen dort.

Zunächst lernen wir ihre Arbeitsplätze kennen. Eva Sörensen ist Silber-und Goldschmiedin und stellt vorallem tollen Schmuck her.

Andrea Wallgren ist Malerin. Sie malt mit Ölfarben auf Holzplatten. Wir dürfen jede Menge Frage stellen und die zwei Frauen beantworten sie geduldig.

Nach einer kurzen Umbaupause, teilen wir uns in zwei Gruppen auf. Die einen dürfen sich ein kleines Schmuckstück bei Eva herstellen,

Dazu bestreuen wir ein Kupfer-Geldstück mit Farbpulver und manche von uns machen noch eine Plastikperle mit Muster dazu und das wird dann im sehr, sehr heißen Brennofen für ein paar Minuten emailliert. Das sieht toll aus. Jetzt können wir uns den Anhänger um den Hals hängen. Und jeder Anhänger ist einzigartig in seinem Aussehen.

Emailleschmuckstücke

Die anderen bemalen in dieser Zeit eine kleine weiße Leinwand bei Andrea. Dazu gibt es die drei Grundfarben rot gelb blau.

Zum Schluss gucken wir unsere Kunstwerke an und erzählen, was wir uns beim Malen vorgestellt haben.

Woche 3


Wir starten mit einem Klatschspiel.

drei Mädchen

Anschließend hören wir uns die Aufnahmen der letzten Woche von den Straßeninterviews an. Ja das ist schon sonderbar, seine eigene Stimme zu hören!

drei Mädchen

Schließlich kommen wir zu unserem heutigen Thema: Streetart. Genauer gesagt: Graffiti.
Dazu haben wir zunächst überlegt, was uns so dazu einfällt. Und dabei schauen wir uns Bilder an.

Im Klassenraum sehen wir einen kurzen Filmbeitrag an. Darin wird einiges zu Graffiti erklärt.

Nach dem Film können wir starten, unseren eigenen Namen im Graffiti-Style zu gestalten. Wir können uns auch einen Fantasienamen ausdenken.

Leider werden wir damit heute nicht ganz fertig, jedoch können wir die Namen im kommenden Kunstunterricht beenden. Denn jetzt wollen wir noch mal vor die Türe gehen. In der Nähe befindet sich eine seit Jahren leerstehende Schule, die voller Graffiti ist. Die wollen wir uns nun aus der Nähe anschauen gehen.


Woche 2


Frau mit Kindern

Heute haben wir nach dem Warm-up-spielen und einer Feedbackrunde die ersten Straßeninterviews ausprobiert. Viele Menschen waren bereit, uns zu antworten. Wir haben sie vorallem nach Kunst im Brunnenviertel befragt.

Parallel dazu hat eine Gruppe zu Standbildern bzw. Bilder bauen mit Menschen drinnen gearbeitet. Das machte großen Spaß.


Woche 1


Wir sind die Klasse 4b der Heinrich-Seidel-Grundschule und starten im Februar unser Projekt mit den Brückenbauerinnen. Diese stellen erst einmal sich und das Projekt vor.

Mädchen

Im Gruppenraum beginnen wir mit einem Begrüßungsspiel, bei dem man seinen Namen nennt und dazu eine Bewegung macht. Alle anderen wiederholen das dann immer.

sw-Foto: Mädchen

In zwei Gruppen machen wir dann ein Bewegungsspiel und müssen bei „freeze“ stoppen. Danach sollen wir uns nach Größe und später nach Geburtsdatum sortieren.

Dann geht es an die eigentliche Arbeit: wir bilden drei Gruppen und rotieren nach einiger Zeit. Eine Gruppe geht zu Nicole, um zu lernen, wie man am besten mit dem Aufnahmegerät umgeht.

Eine andere Gruppe füllt Steckbriefe bei Gina und Elena aus und überlegt sich, was ihnen zum Begriff KUNST einfällt.

Die letzte Gruppe posiert für Portraitaufnahmen bei Sulamith.

Mädchen

Da die Zeit dann am Ende doch etwas knapp geworden ist, klatschen wir uns nur noch zum Schluss für heute ab.